Bruxismus : Stress größter Einflussfaktor für Zähneknirschen?

In der klinischen Praxis mehren sich Patienten, die an sogenannten okklusalen Parafunktionen leiden. Es kann beobachtet werden, dass negative Einflüsse der Umgebung die Gesundheit der Patienten verschlimmert. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen von Umwelt und Entwicklung der menschlichen Zivilisation über die Prävalenz von Bruxismus und die Korrelation zwischen ihnen zu präsentieren. Die Autoren fassen die wichtigsten Aspekte des psychologischen und anthropologischen Faktoren im Wandel der Zeit zusammen, insbesondere die eine Beziehung zwischen chronischem Stress und Bruxismus. Aktuelle Literatur zeigt, wie zeitgemäße Lebensart, Arbeitsumfeld, Ernährung und die psychoemotionale Situation des Patienten das Zähneknirschen beeinflussen.

Quelle
Biomed Res Int. 2014;2014:469187. doi: 10.1155/2014/469187. Epub 2014 Jul 13.Psychosocial aspects of bruxism: the most paramount factor influencing teeth grinding.

Kopfschmerzen und Schienenbehandlung

Kopfschmerz ist ein häufiges Symptom, aber bei schwerer Ausprägung, kann es extreme Auswirkungen auf das Leber der Patienten haben. Es wird angenommen, dass bei Patienten mit Kopfschmerzen oft mit eine Kiefergelenkstörung (TMD) von Zahnärzte diagnostiziert wird, obwohl einige unter Migräne leiden. TMD ist ein Sammelbegriff mit mehreren klinischen Beschwerden, einschließlich der muskulären und arthrogenen Komponenten. Weil Kopfschmerzen und TMD sind so häufig sind, können sie integriert werden oder getrennt betrachtet werden. Dennoch sollte das Kiefergelenk und die damit verbundenen orofazialen Strukturen als Auslöser oder chronifizierender Faktor auch für Migräne betrachtet werden.

Quelle
Dent Clin North Am. 2007 Jan;51(1):129-44, vi-vii.Temporomandibular disorders and headache.

Tinnitus und Schienenbehandlung

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Tinnitus und Kiefererkrankungen?

Problemstellung: Das häufige Zusammentreffen von Tinnitus und Kiefergelenk -Erkrankungen (TMD) hat zu der Annahme, dass eine mögliche Beziehung zwischen diesen zwei Bedingungen vorliegt geführt.

Ziel: Die vorliegende prospektive klinische Studie wurde durchgeführt, um den möglichen Zusammenhang zwischen Tinnitus und TMD zu bewerten und um die Wirkung der Schienentherapie auf die Tinnitusbelastung zu untersuchen.

Material und Methode: Die Prävalenz von TMD und Tinnitus wurde in einer Serie von 951 Patienten an der Klinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Regensburg, Deutschland untersucht. Patienten mit TMD und gleichzeitige Tinnitus wurden in der prospektiven klinischen Studie (n = 25) enthalten. Baseline-Untersuchung umfasste eine detaillierte Funktionsanalyse, Diagnose von Kiefergelenk und Kaumuskulatur Störung und eine Tinnitus-Fragebogens. Alle Teilnehmer erhalten individuelle zahnärztliche Funktionstherapie (oral Schienen, Physiotherapie). Die Auswirkungen der Therapie auf die funktionelle TMD und Tinnitus Symptome wurden 3 bis 5 Monate nach dem Beginn des Zahn funktionelle Therapie untersucht.

Ergenisse:  Schienentherapie verbessert Tinnitus-Symptome in 11 der 25 Teilnehmer. Die Ergebnisse dieser Studie und der prospektiven klinischen Studie zeigten eine signifikante Korrelation zwischen Tinnitus und TMD. Der beobachtete Behandlungsergebnis legt nahe, dass zahnärztliche Funktionstherapie einen positiven Effekt auf TMD bezogenen Tinnitus haben kann.
Quelle
J Prosthet Dent. 2014 Mar; 111 (3): 222-7. doi: 10.1016 / j.prosdent.2013.10.001. Epub 2013 25. November

Tinnitus kann durch zahnärztliche Schienenbehandlung gebessert oder geheilt werden

Schienenbehandlung bei Tinnitus - bei frühzeitiger Behandlung kann eine vollständige Remission erzielt werden
Schienenbehandlung kann Tinnitus bessern oder sogar heilen

Die unten genannte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in Fällen von Tinnitus-Patienten mit Tendenzen zu Kiefergelenkproblemen ein Behandlungsversuch mit zahnärztlichen Schienen zur Verbesserung oder gar zum Verschwinden der Ohrgeräusche führen kann.

Quelle
J Craniomaxillofac Surg. 2015 Mar 12. pii: S1010-5182(15)00031-1. doi: 10.1016/j.jcms.2015.02.009. [Epub ahead of print]Tinnitus in patients with temporo-mandibular joint disorder: Proposal for a new treatment protocol.