Atemwege und Parodontitis

Ärztlicher Rat: Bei wiederkehrenden Atemwegsinfektionen sollte auch an daran gedacht werden, dass parodontopathogene Bakterien hieran ursächlich beteiligt sein könnten. Eine konsequente Zahnsanierung kann das Risiko erneuter Atemwegsinfektionen evtl. mindern.

Erkrankungen der Atemwege sind für eine signifikante Anzahl von Toten und erheblichen Leiden beim Menschen verantwortlich. Vieles deutet darauf hin, dass orale Erkrankungen, insbesondere Parodontitis, den Verlauf der Atemwegs-Infektionen wie bakterielle Lungenentzündung und chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu beeinflussen vermag. Oral parodontopathogene Bakterien können in die Lunge gelangen. Die Zähne können auch als Reservoir für Erreger von Atemwegserkrankungen dienen. Überreaktion des Entzündungsprozesses, die zur Zerstörung des Bindegewebes führt, liegt sowohl bei Parodontitis als auch dem Lungenemphysem vor. Diese Überreaktion kann die Assoziation zwischen Parodontitis und chronisch obstruktive Lungenerkrankung erklären. Der vorliegende Artikel gibt einen kurzen Überblick die epidemiologische Rolle der parodontopathogenen Bakterien bei der Entstehung von Infektionen der Atemwege.

Quelle
J Med Life. 2013 Sep 15;6(3):244-8. Epub 2013 Sep 25.Potential role of periodontal infection in respiratory diseases – a review.

Veröffentlicht von

Alexander Pirk

Alexander Pirk

Alexander Pirk Zahnarzt und Facharzt für Allgemeinmedizin und psychotherapeutische Medizin http://www.aubacke.de/lebenslauf.htm

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